Landwirtschaftsmesse

Kaninchen und Ranger laden ein


Die MeLa wird Mitte September wieder Tausende Besucher anziehen. Die größte Fachausstellung Norddeutschlands zum Thema Landwirtschaft zeige, wie modern, produktiv und kreativ Landwirtschaft sein kann, erklärte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute bei einer Pressekonferenz. Die Fachmesse für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau findet vom 15. bis 18. September in Mühlengeez (Landkreis Rostock) statt.

Wichtige Plattform für Austausch

Der Minister räumte ein, dass das Jahr 2016 für die meisten Landwirte ein besonders schwieriges ist. Unterdurchschnittliche Ernteerträge, sinkende Weltmarktpreise und die Krise auf dem Milch- und Schweinemarkt – „für viele Landwirte geht es um den Fortbestand des eigenen Unternehmens und damit um die persönliche Existenz“, unterstrich er. Die MeLa sei eine wichtige Plattform um sich auszutauschen und Akzente zu setzen – auch für die politische Arbeit. Im Mittelpunkt würden die Fragen nach der Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und die Ausgestaltung der europäischen Politik für die ländlichen Räume stehen.

Betriebe investieren in Tierwohl

Die hohe Investitionstätigkeit der vergangenen fünf Jahre zeige dennoch, wie stabil die Landwirtschaftsbetriebe grundsätzlich aufgestellt seien. So wurden seit 2011 allein im Agrarinvestitionsförderprogramm 433 Anträge bewilligt. Die Zuschüsse betrugen knapp 75 Mio. €, wodurch insgesamt 300 Mio. € Investitionen in Tierwohl und bessere Arbeitsbedingungen gefördert wurden.

Arbeit von Kleintierzüchtern anerkennen

Das Tier der MeLa ist in diesem Jahr das Widderkaninchen. „Damit möchten wir den Züchtern von Kleintieren besondere Aufmerksamkeit schenken, die meist ehrenamtlich arbeiten und viel Freizeit in diese Aufgabe investieren“, begründete Backhaus die Entscheidung. Es gebe eine Vielzahl von Haustierrassen, die ohne das Engagement dieser Züchter schon lange ausgestorben wären. Neu ist in diesem Jahr, dass sich echte Landwirte als „Ranger“ zur Verfügung stellen, um Gästen auf dem Gelände Fragen zu beantworten. (SB)
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