„Man stelle sich die WM in Brasilien ohne Schiedsrichter vor. So ähnlich wäre das mit der freien Wirtschaft, wenn es keine Kartellgesetze und keine Wettbewerbsbehörden gäbe.“ Mit diesen Worten wirbt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, um Akzeptanz für die Arbeit seiner Behörde. Sie ist im neuen Jahresbericht dokumentiert.

Zwölf abgeschlossenen Kartellverfahren hat es im Jahr 2013 gegeben. Insgesamt seien 17 Durchsuchungen in 73 Unternehmen beziehungsweise Verbänden und elf Privatwohnungen durchgeführt worden. Und es wurden rund 240 Mio. € Bußgelder verhängt. Darunter waren Verfahren in den Bereichen Mühlen und Süßwaren.

Im laufenden Jahr wurden bereits Verfahren zum Zucker- und Bier-Kartell abgeschlossen und bis heute Bußgelder in Höhe von 635 Mio. € verhängt. Dies sei aber kein repräsentatives Jahr, heißt es. Beim Kartell gegen die drei großen Zuckerhersteller sei das dritthöchste Bußgeld in der Geschichte des Amtes verhängt worden.

„Auch das Wurst-Kartell und unser Vertikal-Verfahren im Lebensmittelbereich werden noch in diesem Jahr beendet“, kündigt Mundt an. Es gebe auch noch ein laufendes Verfahren zu einem möglichen Kartoffel-Kartell. Dazu wollte Mundt wie zum Stand der Genehmigung der Initiative Tierwohl keine Angaben machen. (hed)
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