Die geschätzten Kosten liegen weiter bei 2 Cent je produzierten weiblichen Küken und einem Marktpreis von derzeit 88 Cent je Tier. Wie die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium auf eine schriftliche Frage der agrarpolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann, mitteilte, beziehen sich die Angaben auf eine Brüterei, die jährlich 10 Millionen weibliche Küken unter Anwendung des spektroskopischen Verfahrens erzeugt.

Bei einer durchschnittlichen Legeleistung von 300 Eiern je Henne betragen die Mehrkosten je Ei laut den Berechnungen der Bundesregierung 0,007 Cent. „Die dargestellten Mehrkosten erscheinen im Hinblick auf den damit verbundenen Fortschritt im Tierschutz verhältnismäßig“, heißt es in der Antwort.

Die Linksfraktion werde kritisch beobachten, ob die Rechnung der Bundesregierung für die Mehrkosten pro Ei aufgehe und zugleich weiter für die Alternativen kämpfen, so Tackmann weiter. Die Linke bleibe bei ihrer Präferenz für Zweinutzungsrassen und Bruderhahninitiativen zur Aufzucht der männlichen Eintagsküken. Damit bedürfte es laut Tackmann keiner neuen technologischen Investitionen, um das Töten männlicher Küken zu verhindern, sondern „den politischen Willen“. (az)
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