Australien legt seine bisherigen Anstrengungen für mehr Klimaschutz wieder ad acta. Eine heftig umstrittene CO2-Steuer für Unternehmen wird abgeschafft. Die Abgabe war von der früheren Labour-Regierung eingeführt worden, betroffen davon waren rund 350 Unternehmen.

Die Landwirtschaft war allerdings von der Pflicht zum Kauf von Verschmutzungszertifikaten befreit. Stattdessen konnten sie in dem System sogar Gutschriften für die CO2-Bindung und die Vermeidung von Treibhausgasemissionen verkaufen. Geplant waren handelsfähige Zertifikate für die Wiederaufforstung oder Maßnahmen zur Minderung von Methanemissionen aus der Tierhaltung. Richtig in Gang gekommen war der Handel jedoch nicht.

Der konservative Premierminister Tony Abbott hatte die Parlamentswahl im vergangenen Jahr unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, die CO2-Steuer und Steuern auf Gewinne der Bergbauindustrie wieder abzuschaffen. Die Steuer war 2012 von der damaligen Regierung von Premierministerin Julia Gillard eingeführt worden.

Australiens Energiepolitik fußt vor allem auf Kohleenergie. Der tägliche Ausstoß von CO2 pro Kopf belief sich im Jahr 2011 pro Kopf auf 49,3 kg. Das war fast vier Mal mehr als der weltweite Durchschnitt von 12,8 kg. (hed)
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