Mecklenburg-Vorpommern

Kein Glyphosat in Lebensmitteln


Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern setzen Glyphosat ein. Rückstände in Lebensmitteln werden nicht gefunden.
-- , Foto: da
Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern setzen Glyphosat ein. Rückstände in Lebensmitteln werden nicht gefunden.

In den 135 Proben konnte keine Überschreitung der Höchstwerte festgestellt werden. In Erzeugnissen aus Mecklenburg-Vorpommern wurden nicht einmal Spuren von Glyphosat gefunden. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) zeigte sich über das Ergebnis „hocherfreut“. Große Teile der Öffentlichkeit seien beim Thema Glyphosat stark verunsichert. Das aktuelle Ergebnis sollte bedacht werden, wenn Pflanzenschutzmittel von vornherein „als Teufelszeug bezeichnet werden“, erklärte der Lndwirtschaftsminister. Die Bundesregierung forderte er auf, eine groß angelegte, unabhängige Studie zu Glyphosat in Auftrag zu geben.

Im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) wurden alle planmäßigen Proben an pflanzlichen Lebensmitteln zusätzlich mittels Einzelmethode auch auf Glyphosat untersucht. Dabei wurde auf eine Analysetiefe von 50 µg/kg (validiertes Reportinglevel) gegangen, die damit weit tiefer als jeder Grenzwert geht. Bei Obst, Gemüse, Pilzen konnten in keiner Probe Glyphosatrückstände nachgewiesen werden.

Bei den Getreiden konnten in lediglich drei Proben Haferflocken von Produzenten aus Deutschland (nicht MV) Glyphosatrückstände im Bereich von 0,092 bis 0,237 mg/kg nachgewiesen werden. Der Höchstgehalt für Glyphosat in Haferflocken liegt entsprechend VO (EU) 396/2005 bei 20 mg/kg. Somit wurde der zulässige Höchstgehalt zu maximal knapp 1,2 Prozent ausgeschöpft. (SB)
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