In der Schweiz darf der Landwirt nun direkt auf der Weide schlachten, teilt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) mit. Damit bleibt den Tieren Stress durch den Transportweg ins Schlachthaus erspart.

Die Weideschlachtung schaffe zudem eine neue Marktnische, sagt das Fibl. Außerdem bringe das Team aus Bauer, Metzger, Jäger und lokalem Schlachthof Arbeit zurück aufs Land.

Im Rahmen der Weideschlachtung ist ein Rind bis der Schuss fällt von seinen Herdengenossen umgeben. Unmittelbar danach wird es ausgeblutet und in einem Spezialanhänger ins Schlachthaus gebracht. Die strengen Hygienevorschriften würden damit eingehalten. Gleichzeitig bleibt dem Tier der Lebendtransport sowie der Stress im Schlachthof erspart. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) hat die Blutwerte in der Pilotphase gemessen. Die Laktatwerte bestätigten, dass die prämortalen Belastungsfaktoren bei der Weideschlachtung minimiert werden. Dies sei auf zwei deutschen Betrieben in einer Doktorarbeit der Universität Kassel bestätigt worden - auch für die während des Abschusses mit anwesenden Herdengenossen. Zudem weise das Fleisch dank der Weideschlachtung bessere Werte in den Parametern Zartheit, Fleischfarbe und Wasserhaltevermögen auf. (az)
stats