Fortschritte in der Tierhaltung werde es nur mit Hilfe von Transparenz und gesellschaftlicher Akzeptanz geben. Diese Meinung äußerte der Vorsitzende der EuroTier-Neuheitenkommission, Prof. Dr. Eberhard Hartung von der Universität Kiel, gestern anlässlich der DLG-Wintertagung in Berlin. Tierindividuelle Haltungsbedingungen würden einen zusätzlichen Managementaufwand erfordern, ermöglichten laut Hartung aber auch ein individuelles Monitoring und verbesserten die Früherkennung.

Die Kommunikation und der Dialog mit den verschiedensten gesellschaftlichen Organisationen und Verbrauchern werde in Zukunft ein noch höheres Maß an Transparenz verlangen, so die Einschätzung Hartungs. Keine Angst vor Transparenz, war deshalb eine der zentralen Aussagen des Wissenschaftlers. Dazu können Informationsangebote, wie der interaktive Stall im Internet, beitragen. Reines Lobbyinteresse wird in Zukunft allerdings nicht ausreichen. Der Dialog muss aber gewollt sein, mahnte Hartung in Berlin. (az)
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