Grüne Agrarminister

Keine Reserveantibiotika für Tiere


Schweine sollen in Zukunft nicht mehr mit Reserveantibiotika behandelt werden.
-- , Foto: Hans Udry/pixelio.de
Schweine sollen in Zukunft nicht mehr mit Reserveantibiotika behandelt werden.

In einem Antrag an die Agrarministerkonferenz (AMK) , die am Mittwoch in Bad Homburg tagt, fordern die Minister die Bundesregierung auf, schnellstmöglich festzulegen, welche Wirkstoffe oder -gruppen konkret als Reserveantibiotika der Humanmedizin vorbehalten bleiben sollen. Diese Mittel müssten dann umgehend in der Veterinärmedizin verboten werden. Besorgniserregend sei, dass die Resistenzen gegen Reserveantibiotika zunehmen. Diese könnten für Menschen lebensrettend sein und seien unverzichtbar für die Humanmedizin, heißt es in einem Mitteilung des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums. Oftmals würden Reserveantibiotika auch im Veterinärbereich eingesetzt.

In Deutschland fehle bislang eine belastbare Klassifizierung welche Wirkstoffe als Reserveantibiotika gelten. Die World Health Organisation (WHO) stufe beispielsweise die Substanzklassen der Fluorchinolone, der Cephalosporine der 3. und 4. Generation, der Makrolide sowie der Glycopeptide als „critically important antimicrobials“ ein. (SB)
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