Mit starkem Unverständnis haben die deutschen Milcherzeuger auf den Vorschlag des Agrarausschusses des Europaparlamentes reagiert, eine staatlich verordnete Mengenregulierung für den Krisenfall fortschreiben zu wollen. „Durch diesen Vorschlag droht den Milcherzeugern eine komplizierte, wenig hilfreiche Reglementierung“, so Udo Folgart, Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes.

Der DBV setze auf eine wettbewerbsfähige und marktorientierte Milchproduktion, die ihre Chancen auf regionalen, europäischen und internationalen Märkten nutzt.

Die Unterstützung der Milchbauern müsse im Rahmen der GAP mit den Maßnahmen der Zweiten Säule erfolgen. Auch bei hoher Marktvolatilität können so die Betriebe wirtschaften. Dazu gehören die bis 2020 gesicherten Direktzahlungen, Kriseninterventionen bei Butter- und Magermilchprodukten sowie Grünlandprogramme. (az)
stats