Mit Blick auf die Novellierung der nationalen Düngemittelverordnung (DMVO) und der nationalen Düngeverordnung (Dünge-VO) lehnt der BVA unter den agrarstrukturell und naturräumlich sehr heterogenen Bedingungen in Deutschland pauschale Düngungsobergrenzen ab.

Auch bezogen auf die damit verbundenen Umweltschutzziele sind solche starren Grenzen für die Düngemenge und Aufbringungszeiten häufig kontraproduktiv, so Künzel im Gastkommentar für die agrarzeitung (ab morgen im Briefkasten oder ab heute 19 Uhr im iPAD). Eine Überregulierung sollte auch vermieden werden, um die notwendige Flexibilität für die Landwirtschaft zur zuverlässigen Erreichung der erforderlichen Qualitätsparameter zu erhalten.

Sowohl Bundesregierung als auch Europäische Kommission sind gefordert, mit Augenmaß den regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Ziel der Düngemittelgesetzgebung sollte dabei stets die Sicherstellung der bestmöglichen Versorgung der Pflanzen sein. Die stoffliche Verwertung von Bioabfall und Klärschlamm muss daher in geeigneter Weise geregelt werden, damit der Acker nicht unter dem Deckmantel der Düngung als „Müllentsorgungsstation" missbraucht wird. (az)
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