Sachsen-Anhalt

Kennenlernen im Ministerium


In ihrer Begrüßungsrede bekräftige Ministerin Dalbert ihre Bereitschaft, an der guten Tradition der regelmäßigen Verbandsanhörungen zu Fach- und Sachthemen in der Landwirtschaft festhalten werde. Ihr Hauptanliegen ist es, die Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag schrittweise umzusetzen. Anschließend hatten die Landwirtschaftsverbände Gelegenheit, ihre drängenden Probleme vorzutragen. Bauernbund-Präsident Jürgen Klamroth plädierte für ein Grundstückverkehrsgesetz und möchte eine ergebnisoffene Diskussion über Tierwohl anstoßen. Hier verwies er auf wissenschaftliche Untersuchungen zur Definition der artgerechten Tierhaltung zusammen mit der LLG und der Hochschule Anhalt. Mit Sorge sieht er Diskussionen zu Obergrenzen von rund 1.000 ha bei den Direktzahlungen, wenn es um die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geht.

Bedenken gegen Ausweitung des Ökolandbaus

Eine Erweiterung der Ökoanbauflächen auf 20 Prozent, wie es die Landesregierung in Sachsen-Anhalt vorhat, hält der Verband für falsch: Es sei fraglich, ob ein Markt für den Absatz von Ökoprodukten vorhanden sei. Vizepräsident Schwalenberg nahm die Gelegenheit wahr, die Ministerin über den erhöhten Verwaltungsaufwand bei der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen bei Überlängen und Überbreiten landwirtschaftlicher Fahrzeuge zu sensibilisieren. Es wurde angeregt, diesbezüglich ein Gespräch unter Führung des Landwirtschaftsministeriums mit dem zuständigen Verkehrsministerium und dem Landesverwaltungsamt zu koordinieren.

„Über die weiteren Vorhaben von Agrarministerin Claudia Dalbert (Bündnis90/Die Grünen) lesen Sie ausführlich im Interview in der kommenden Freitagsausgabe der agrarzeitung (az). (da)
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