Agrarministerkonferenz

Kleingruppenhaltung endet 2028


Die Agrarminister von Bund und Ländern einigten sich heute in Fulda darauf, die Kleingruppenhaltung von Legehennen 2025 auslaufen zu lassen. In Härtefällen ist eine weitere Dreijahresfrist bis 2028 möglich. „Das ist ein großer Erfolg für den Tierschutz und ein besonderes Zeichen zum Welttierschutztag an diesem Sonntag“, teilte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer und seine rheinland-pfälzische Kollegin Ulrike Höfken mit. Nach einem Kompromiss zwischen Bund und Ländern werden neue Kleingruppenhaltungen von Hühnern ab sofort nicht mehr genehmigt. Erstmals liege jetzt ein festes Datum zum Ausstieg aus der Kleingruppenhaltung und damit Rechtssicherheit vor, so Meyer. Ursprünglich war geplant, die erst vor wenigen Jahren entwickelten Kleingruppenhaltungen bis 2035 zu erlauben. Konventionelle Käfige sind in Deutschland seit 2009 verboten.

Vertrauen wird verspielt

Mit der Verkürzung des Bestandsschutzes für die Kleingruppen um 10 Jahre verspiele Meyer weiteres Vertrauen der Tierhalter in die Agrarpolitik, kommentiert der niedersächsische CDU-Agrarexperte Helmut Dammann-Tamke die AMK-Entscheidung. Landwirte hätten unter der Voraussetzung einer längeren Laufzeit in ihre heutigen Anlagen investiert und blieben nun auf ihren Kosten sitzen. Die letzten in Betreib genommen Anlagen hätten durch den heutigen Beschluss nur eine Laufzeit von 13 Jahren. Dieser Zeitraum sei zu kurz, als dass sich die Investition amortisieren könnte, so der Landtagsabgeordnete. (SB)
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