EU-Agrarrat

Kommission liefert kleines Paket


Eine Ausgebaute PLH für Schweine, Käse und Magermilchpulver sind die zentralen Elemente eines Hilfspakets der EU-Kommission für Agrarmärkte in der Krise. Eine Anhebung der Interventionspreise für Molkereiprodukte sieht die EU-Kommission dagegen nicht vor. Zudem dürfen die EU-Mitgliedstaaten ab dem 16. Oktober bis zu 70 Prozent der Direktzahlungen den Landwirten gewähren. Üblich ist ein Vorschuss von 50 Prozent.



Für Landwirte mit besonderen wirtschaftlichen Schwierigkeiten sieht die EU-Kommission in allen 28 EU-Mitgliedstaaten Hilfsgelder vor. Schließlich soll die Exportförderung für Fleisch- und Milchprodukte aufgestockt werden, unter anderem über einen niedrigeren Kofinanzierungssatz für die Wirtschaftsbeteiligten. Das vorgeschlagene Maßnahmenpaket beziffert die EU-Kommission mit 500 Mio. €, die aus den EU-Haushalt bezahlt werden müssen. Die EU-Agrarminister debattieren jetzt über das Angebot der EU-Kommission. Vor allem wegen der fehlenden Anhebung der Interventionspreise wird von Frankreich und zahlreichen anderen EU-Mitgliedstaaten mit Kritik gerechnet. (Mö)     
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