Umetikettierung

Kompromiss für Stallpflicht-Eier

Für eine Umetikettierung haben der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), der Bundesverband Deutsches Ei (BDE) und der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) nun eine Lösung gefunden. Sie soll den betroffenen Betrieben die Weiternutzung ihrer bisherigen Freilandverpackungen ermöglichen und zugleich den Verbraucher klar über die Herkunft der Eier informieren.

Aufkleber soll aufklären

Nach Angaben der Verbände ist zunächst der Stempel auf dem Ei von „1 für Freilandhaltung“ auf „2 für Bodenhaltung“ zu ändern. Sollten die bisherigen Freilandverpackungen bei Abgabe an Verbraucher oder den Handel weiterverwendet werden, müssten diese mit einem eindeutig auf die Bodenhaltung hinweisenden Zusatzetikett versehen werden. Der Aufkleber müsse Hinweise auf die Freilandhaltung überdecken und zum Inhalt haben: „Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen - Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)“.

Laut ZDG hat das Bundeslandwirtschaftsministerium die rechtliche Gültigkeit des Vorschlags aus der Eierwirtschaft bestätigt. Die Bundesländer seien darüber in Kenntnis gesetzt. „Wir haben eine einheitliche und praktikable Lösung gefunden. Nur so haben die Freilandbetriebe die nötige Planungs- und Vermarktungssicherheit“, erklärte ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke. Jetzt liege es am Handel, diesen Lösungsvorschlag ohne Preisabschläge zu akzeptieren. Er setze auf die Solidarität der Handelsunternehmen mit den Legehennenhaltern, die unverschuldet in diese Situation geraten seien. (mrs)
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