Europawahl: Die Stimmen sind vergeben
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Europawahl: Die Stimmen sind vergeben

Die Christdemokraten werden im neuen Europaparlament 212 Sitze bekommen und die Sozialdemokraten 186. Damit liegt der Luxemburger Jean Claude Juncker etwas vor Martin Schulz, dem Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten. Juncker beansprucht folglich das Amt des kommenden Kommissionpräsidenten für sich.

Die Liberalen bekommen im neuen Parlament 70 Sitze, die Grünen 55 Sitze, die britischen Konservativen 44 Sitze und die Linke 43 Sitze. Die Wahlbeteiligung lag bei 43 Prozent und damit auf dem Niveau von 2009.

In Frankreich hat der rechtspopulitische Front National (FN) mit über 25 Prozent die meisten Stimmen erhalten, gefolgt von der konservativen UMP mit 21 Prozent. Auch in Großbritannien konnte Umfragen zufolge die United Kingdom Independence Party (UKIP) mit 30 Prozent die meisten Stimmen absahnen.

Beide Parteien sowohl die (FN) als auch die UKIP wollen den Einfluss der EU zurückdrängen. Auch in Dänemark haben Europagegner die Wahlen gewonnen und bilden dort die stärksten Parteien. Noch sind sie untereinander zerstritten. Sollten es ihnen gelingen, eine gemeinsame Fraktion zu bilden, könnten sie auf mehr als 100 Sitze kommen.
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Ginge es allein nach den Vorgaben aus Deutschland, dürfte der Luxemburger Jean-Claude Juncker von den Christdemokraten der nächste EU-Kommissionpräsident werden. Die CDU/CSU bleibt fast 10 Prozentpunkte vor der SPD.

Die Sozialdemokraten kommen mit der Kampagne von Martin Schulz in Deutschland auf rund 27 Prozent, also auf rund 7 Prozent mehr als bei den vorherigen Europawahlen. Es folgen die Grünen mit 10 Prozent und die Linken mit 7 Prozent.

Die Europakritische Alternative für Deutschland (AfD) erhielt aus dem Stand gut 6 Prozent der Stimmen. Der AfD Vorsitzende Bernd Lucke erklärte nach seinem Einzug ins Europaparlament, nicht mit der Französischen Front National und anderen extremen Europagegnern eingehen zu wollen. Die FDP kommt nicht über 3 Prozent hinaus. Die Wahlbeteiligung lag mit 47 Prozent höher als 2009.

In Österreich ist die Stimmverteilung mit 27,3 Prozent für die Konservative ÖVP, 24,3 Prozent für die sozialdemokratische SPÖ und 20, 5 Prozent für die Liberale FPÖ ausgefallen. Die Grünen konnten in Österreich 13,9 Prozent der Stimmen gewinnen.

Vor allem in Polen und der Slowaischen Repulik blieben viele Wahlberechtigte zu Hause. (Mö/hed)
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