Die Molekularbiologie liefert spannende Erkenntnisse über das Genom von Nutzpflanzen. Ob Verfahren des Genome Editing bald für die Entwicklung neuer Sorten eingesetzt werden sollen, darüber diskutieren Bettina Sánchez Bergmann, Technologieexpertin beim Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), und Dr. Friedhelm von Mering, politischer Referent des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Obwohl die beiden die neuen Züchtungstechniken, und speziell Crispr, sehr unterschiedlich bewerten, sind sie sich in vielen Punkten auch einig. Vor allem finden beide: Ein gesetzlicher Rahmen muss her.


Die neueste der Technologien, das Crispr/Cas-Verfahren, erregt derzeit weltweit großes Aufsehen. Es gilt als besonders genau und preiswert. Die Französin Emmanuelle Charpentier und die Amerikanerin Jennifer A. Doudna sind im März für die Entwicklung mit dem Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis ausgezeichnet worden. Dieses Verfahrens steht noch nicht einmal auf der Liste der Techniken, über die EU-Kommission zu entscheiden plant.   (brs)
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