Die mit der Agrarreform 2013 eingeführte Krisenreserve für die Landwirtschaft wurde auch im Haushaltsjahr 2016 nicht angetastet. Finanziert wird der Hilfsfond von der Landwirten selbst. Direktzahlungsempfänger, die mehr als 2000 € pro Jahr erhalten, müssen gut 1 Prozent ihrer Pämien an die Krisenreserve abführen. Eine Ausnahme gilt dabei für die Länder Bulgarien, Rumänien und Kroatien, die sich nicht an der finanzierung beteiligen.

Bisher wurde die Krisenreserve nicht angetastet. Auch in diesem Jahr griff die EU trotz Milchkrise nicht auf diese Mittel zurück. Das Geld für die Hilfspakete der Milchbauern wurde aus dem Agrarhaushalt für 2016 und 2017 bereitgestellt. Weil die Krisenreserve mit 435 Mio. € weiter prall gefüllt ist, müssen die zahlungspflichtigen Landwirte aus der nachsten Betriebsprämie keine keine Beiträge an die Krisenreserve abführen. Rein formal zahlt die EU die nicht benötigten Mittel aus 2016 zurück und zieht sie für 2017 neu ein. Für die meisten Betriebe dürfte das ein Nullsumenspiel sein. (Mö/SB)
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