EU-Agrarhaushalt

Krisenreserve nur im Notfall


Die Direktzahlungen der Landwirte werden im Haushaltsjahr 2017 um exakt 1,366744 Prozent gekürzt. Im Vorjahr lag die Kürzung mit 1,393041 Prozent marginal höher. Betroffen sind alle Direktzahlungen von mehr als 2.000 € pro Betrieb. Für die Landwirte hat dies keine Auswirkung, da die Kürzung mit der Rückzahlung der ungenutzten Krisenreserve aus dem Jahr 2016 verrechnet wird. 

Auch die Landwirte in Rumänien und Bulgarien werden erstmals zur Finanzierung der Krisenreserve im EU-Agrarhaushalt herangezogen. Lediglich Kroatien bleibt noch außen vor. 


Die EU-Kommission muss bis Ende März ihren Vorschlag vorlegen, damit die Krisenreserve über 450 Mio. € im Budget 2017 überhaupt eingestellt werden kann. Die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament haben nun bis Ende Juni Zeit, um die Kürzungsrate zu verändern oder zu übernehmen. (Mö)
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