Mit der Studie solle versucht werden die moderne Tierhaltung zu diffamieren, äußert der Vorsitzende im Agrarausschuss, Hans-Michael Goldmann.  "In der Studie wurde vollkommen vernachlässigt, dass Vitalität, Langlebigkeit und Krankheitsresistenz feste Bestandteile der Züchtungsziele sind", meint der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born.

Verfasser der Studie ist Prof. Dr. Bernhard Hörning vom Fachgebiet Ökologische Tierhaltung an der Fachhochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde. Die Studie sei ausschließlich auf der Grundlage sehr ausgewählter und teils älterer Literatur enstanden und könne zudem nicht auf eigene Untersuchungen zurück greifen, kritiserte Born.

Goldmann, auch tierschutzpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, weist in seiner Stellungnahme auf die heutigen vielfältigen Zuchtziele in der Tierzucht hin. Während in den 1960er Jahren ausschließlich die Gewichtszunahme im Vordergrund stand, gebe es heute eine Fülle tierschutz- und tiergesundheitsrelevanter Ziele. In der Novelle des Tierschutzgesetzes sei auch der Qualzuchtparagraph so formuliert, dass er dem Ziel des Verbots gerecht werde. (jst)
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