Landwirtschaftsminister Frank Kupfer aus Sachsen fordert eine schnelle Klärung der Regeln für das Greening. In einem Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bietet er seine Unterstützung an.

„Die Landwirte brauchen dringend verbindliche Regelungen zu den ökologischen Vorrangflächen. Sie müssen eigentlich schon jetzt wissen, welche Vorgaben für den Anbau von Zwischenfrüchten und Leguminosen gelten“, so Kupfer: „Im August beginnen die Landwirte den Raps zu säen. Die Planung für den Anbau aller anderen Früchte sollte jetzt eigentlich auch schon feststehen. Den Landwirten fehlen dafür aber die nötigen Informationen“. Wie das Bundesagrarministerium (BMEL) auf Anfrage von agrarzeitung.de mitteilt, ist noch eine Direktzahlungen-Durchführungsverordnung zu erlassen. Diese wird derzeit vorbereitet. Die Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung seien noch nicht abgeschlossen. Zu regeln seien insbesondere beim Greening noch einige Punkte bei den ökologischen Vorrangflächen.

Das Greening verpflichtet Landwirte, 5 Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen zur Verfügung zu stellen. Angebaut werden dürfen dort lediglich Zwischenfrüchte oder Eiweißpflanzen wie Erbsen oder Ackerbohnen. Nur dann können die Landwirte die Direktzahlungen für die Bewirtschaftung ihrer Gesamtflächen erhalten.

In Niedersachsen hat in dieser Woche eine Streichung der AL1-Maßnahme für Empörung in der Landwirtschaft gesorgt. Das Agrarministerium teilte mit, dass die Leguminosen-Maßnahme nicht schon sofort, sondern aller Voraussicht nach 2015 neu angeboten wird.  Zunächst soll jetzt beobachtet werden, wie sich die Änderungen beim Greening auswirken. Auf der Grundlage dieser Evaluation wird dann die Förderung der vielfältigen Fruchtfolge überarbeitet. Daraufhin wurden Landwirte informiert, dass die AL1-Maßnahme in diesem Jahr kurzfristig nicht mehr angeboten wird.  (da)
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