Afrikanisch Schweinepest
Anfang des Jahres 2014 wurde das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen und Litauen nachgewiesen und hat damit die Grenze der Europäischen Union überschritten. 

Im Juni erfolgte der Nachweis in Lettland. Am Montag bestätigte sich nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) der Verdachtsfall bei einem tot aufgefundenen Wildschwein in Estland.
Mittlerweile zählte die Gemeinschaft rund 100 bestätigte ASP-Ausbrüche.
Informationen vom BMEL
Informationen aus Niedersachsen
Die jeweiligen Landesämter Laves (Niedersachsen) und Lanuv (NRW) teilen mit, wie sie die Einschleppung der Tierseuche effektiv bekämpfen wollen. In NRW wurde eine Sachverständigengruppe eingerichtet, die die Fachkompetenz der verschiedenen betroffenen Behörden zusammenführt und erste konkrete Maßnahmen ergriffen hat.

Dazu gehört die Ausweisung von Restriktionsgebieten und Maßnahmen zum Aufspüren von verendeten Wildschweinen, die eine potentielle ASP-Infektionsquelle darstellen. Bislang sind über 1000 tote Wildschweine mit negativem Ergebnis getestet worden.

Zusätzlich wird die Gefahr des Viruseintrags mit kontaminierten Lebensmitteln wie Schweinefleischerzeugnissen durch Fahrzeuge oder Personen ins Auge gefasst.
An Autobahnraststätten wurden Informationen aufgehängt und LKW-Fahrer gezielt informiert und kontrolliert. Geplant ist darüber hinaus eine Tierseuchenübung zur Bekämpfung der ASP in NRW im Herbst 2014.

Auch in Niedersachsen ist ein Früherkennungs- und Monitoring-Programm angelaufen. Minister Christian Meyer dazu: „Die Afrikanische Schweinepest kann im Falle einer Einschleppung nach Niedersachsen nur effektiv bekämpft werden, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, dass möglichst viele Landwirte mitmachen!“(hed)
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