Im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind in den vergangenen 30 Tagen keine weiteren Fälle des Vogelgrippevirus H5N8 aufgetreten. Daher wird die landesweite Stallpflicht in den Risikogebieten rund um die Region Anklam per Erlass ab kommenden Samstag, den 28. Februar, aufgehoben, teilt das Landwirtschaftsministerium in Schwerin heute mit. Auch dürfen Geflügelerzeuger dort nun ihre Erzeugnisse wieder frei vermarkten.

Frühestens 30 Tage nach dem jüngsten Geflügelpestausbruch können alle Vorsichtsvorkehrungen rund um die Vermarktung und Aufstallung von Geflügel in dem betroffenen Gebiet aufgehoben werden, vorausgesetzt, es treten keine weiteren Infektionen auf. In Sachsen-Anhalt soll am 2. März das Aufstallungsverbot für Geflügel aufgehoben werden. 

Außerdem hat das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium heute den Erlass zur Aufstallungspflicht für Geflügel in den ausgewiesenen Risikogebieten in Westfalen und am Niederrhein vom 26. November 2014 aufgehoben. Das Ministerium fordert die Kreise auf, eine eigene Risikoeinschätzung vor Ort vorzunehmen. Sie sollen überprüfen, ob es weiterhin notwendig ist, die Stallpflicht aufrechtzuerhalten und in eigener Zuständigkeit über eine Aufstallung in den jeweiligen Risikogebieten zu entscheiden.

Nach mehreren Vogelgrippe-Fällen war im letzten Jahr in mehreren Bundesländern eine Stallpflicht verhängt worden. Niedersachsen hat sich ähnlich wie NRW gegenüber den Kreisen ebenfalls für eine Lockerung der Stallpflicht ausgesprochen. 

Die Stallpflicht für Geflügel in Schleswig-Holstein soll an der Ostseeküste und an einer Reihe von Binnengewässern aufgehoben werden. Nur noch in Gebieten direkt an der Westküste, an der Elbmündung und an einigen großen Seen wird weiterhin ein Aufstallungsgebot gelten, um die Gefahr des Eintrags des Geflügelpest-Erregers H5N8 in Hausgeflügelbestände gering zu halten. Einen entsprechenden Erlass hat das Landwirtschaftsministerium heute den zuständigen Kreisveterinärbehörden übermittelt. (pio/da)
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