Im Auftrag der Deutschen Bank wurden die Preisträger des Innovationswettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014 unter die Lupe genommen. Das Fraunhofer Institut wollte wissen, wie man in ländlichen Räumen mit großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie demografischer Wandel, Fachkräftemangel oder lückenhafte Infrastruktur umgeht.

Dabei kam heraus: „Ländliche Räume werden zu Experimentierfeldern für neue Konzepte, die sich unabhängig von ihrer geografischen Lage beweisen müssen“, so Christian Rummel, verantwortlich für Markenkommunikation und gesellschaftliches Engagement der Deutschen Bank AG.

„Es sind vor allem fünf große Metatrends, die ländliche Räume zukunftsfähig machen: Ob Smart Villages oder die Ressource Natur – auf dem Land gibt es große Potenziale für eine lebendige Innovationskultur“, so Steffen Braun, Studienleiter am Fraunhofer Institut für Arbeitsorganisation (IAO). Innovationen auf dem Land sind dabei Taktgeber auch für die Stadt.

Innovationen in ländlichen Räumen zielen allerdings vor allem auf eine bessere Auslastung und Wirtschaftlichkeit bestehender Angebote mit dem Ziel, die Attraktivität der Region zu erhalten oder zu steigern. In der Stadt geht es dagegen sehr viel häufiger darum, Infrastrukturen und Angebote in erster Linie für die Nutzer zu verbessern.

Im Vergleich zur Trendstudie 2013 „Ideen finden Stadt“ zeigt sich, dass heterogen zusammengesetzten Netzwerke in ländlichen Räumen deutlich effizienter arbeiten als in der Stadt, wo die Menschen eher aus einem einheitlichen sozialen Umfeld zusammenfinden. „Identifikation und Heimatverbundenheit fördern Engagement und Eigeninitiative, so ein Ergebniss der Trendstudie. (az)
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