Neues Kalibergwerk

Landvolk bangt um Ackerland


Abraumhalden wie hier in Heringen im Werratal nehmen viel Platz in Anspruch. Das Landvolk fordert, den Flächenverbrauch zu minimieren.
-- , Foro: Jürgen Weingarten/Pixelio.de
Abraumhalden wie hier in Heringen im Werratal nehmen viel Platz in Anspruch. Das Landvolk fordert, den Flächenverbrauch zu minimieren.

Noch bis zum Mittwoch, 22. April, haben Bürger die Möglichkeit, sich zu den Plänen von K+S zu äußern. So sollen alle Betroffenen dazu beitragen, dass ihre Belange in dem Großprojekt berücksichtigt werden. Die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren wurden im Internet veröffentlicht. Das Landvolk Niedersachsen ermuntert alle betroffenen Landwirte,  die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren einzusehen und gegebenenfalls eine Eingabe zu machen. Grundsätzlich steht das Landvolk dem Vorhaben positiv gegenüber. „Wir wollen das Projekt nicht verhindern, aber wir fordern, den Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche so gering wie möglich zu halten“, sagt Johannes Willerding, Vorstandmitglied im Landvolk Hildesheim. K+S geht davon aus, dass eine Wiederinbetriebnahme des vor 28 Jahren stillgelegten Bergwerkes rund 500 Arbeitsplätze schafft. Über einen Zeitraum von rund 40 Jahren könnten jährlich rund 2,7 Mio. t Düngemittel produziert werden.

Schäden an Wegen und Drainagen befürchtet

Doch die Anwohner sind skeptisch. Sie fürchten zunehmenden LKW-Verkehr, Staub, Belastung der Innerste und anderen Gewässern sowie Erdabsenkungen. Das Landvolk Hildesheim und die Realverbandsvorsitzenden aus den Gemeinden Giesen, Sarstedt und Nordstemmen sorgen sich um die Entwässerung tiefer gelegener Flächen und Schäden an Wegen und Drainagen. Aussagen von K+S, wonach Erdabsenkungen im Zusammenhang mit Kaliabbau eher gering seien, beruhigen die Landwirte nicht. Klar stellt sich das Landvolk Niedersachsen vor allem gegen den Verlust von 210 Hektar Ackerfläche durch die Anlage einer neuen Abraumhalde, Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen sowie den Bau der Werksanlagen. (SB)
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