Gerichtsurteil

Landvolk erstreitet Millionenbetrag


In dem zivilrechtlichen Verfahren vor dem Landgericht Verden konnte das Landvolk einen Erfolg verbuchen. Der ehemalige Geschäftsführer Lothar Lampe muss 7,5 Mio. € an den Kreisverband Grafschaft Diepholz zurückerstatten. Am Montagvormittag gab das Gericht seine Entscheidung bekannt.

Das Landvolk hatte Lampe vorgeworfen, im Zusammenhang mit der Entwicklung und Planung von Windparkprojekten aus dem Landvolkvermögen eigenmächtig Spenden in Millionenhöhe vergeben zu haben. Darüber hinaus wertete das Gericht mehrere sechsstellige Zahlungen, die Lampe an sich und an andere veranlasst hatte, als Schmiergeld.

Neben der Rückzahlung muss Lampe auch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Bei der Staatsanwaltschaft Verden laufe ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Landvolk-Funktionär, bestätigte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage.

„Wir sind mit dem Urteil sehr zufrieden“, erklärte Dr. Jochen Meyer, Vorstandsmitglied des Landvolk-Kreisverbandes gegenüber agrarzeitung.de. Vor einer abschließenden Bewertung müsse die schriftliche Urteilsbegründung abgewartet werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (SB)
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