Reformpläne

Landvolk wünscht sich flexible Kammer

Niedersachsens Landwirte benötigen nach Ansicht des Landvolkes eine starke Landwirtschaftskammer als Selbstverwaltungseinrichtung an ihrer Seite. Erfreut zeigte sich das Landvolk am Mittwoch in der Anhörung vor dem Agrarausschuss des Niedersächsischen Landtages darüber, dass die zunächst im Gesetzentwurf vorgesehene Aufsplitterung in zwei Behörden nicht mehr zur Diskussion steht. „Damit kann eine leistungsfähige Selbstverwaltung sichergestellt werden“, betonte Landvolk-Hauptgeschäftsführer Jörn Dwehus vor dem Ausschuss.

Mitglieder über Verwendung der Beiträge informieren

Die Selbstverwaltung könne in eigener Regie sicherstellen, Interessenskonflikte bei der Wahrnehmung eigener und übertragener Aufgaben zu vermeiden, so Dwehus. Unter diesen Voraussetzungen sieht das Landvolk die vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg angemahnte Trennung von eigenen und übertragenen Aufgaben der Landwirtschaftskammer gewahrt. Weiterhin vermisst das Landvolk einen umfassenden Aufgabenkatalog der Landwirtschaftskammer. Nach Überzeugung des Verbandes sollten die Mitglieder der Landwirtschaftskammer in einem Aufgabenkatalog klar erkennen könne, wofür ihre Beiträge verwendet werden.

Finanzierung für fünf Jahre sichern

Bei den Finanzzusagen regt das Landvolk eine langfristige Sicherheit an und schlägt daher eine langfristige Zielvereinbarung mit den Vorgaben einer strategischen Fünf-Jahresplanung vor. Unter diesen Voraussetzungen werde die Landwirtschaftskammer ihrer Aufgabe als Kompetenzzentrum der Landwirtschaft in Form einer Selbstverwaltung gerecht werden können. „Die Landwirte brauchen in der aktuellen, wirtschaftlich schwierigen Phase eine unabhängige und flexible Selbstverwaltung an ihrer Seite, der sie vertrauen“, betonte Dwehus. (SB)
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