Protest

Landwirte pochen auf Direktzahlungen


Die Angesichts der Einkommensverluste sei das gerade angelaufene Liquiditätshilfeprogramm des Bundes zu begrüßen. Es mache aber nicht mehr als den berühmten „Tropfen auf den heißen Stein“ aus, sagte in dieser Woche Werner Schwarz, Bauernpräsident in Schleswig-Holstein. Nach Buchführungsergebnissen hätten die Milchviehhalter rund 70 Prozent und die Schweinehalter gegenüber Vorjahr nochmals etwa 40 Prozent weniger Einnahmen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erzielt. „Für die Liquiditätslage der Betriebe ist es deshalb  wichtig, dass die Direktzahlungen pünktlich zum Jahresende auf den Betrieben ankommen“, betonte Schwarz. In einer Antwort auf eine kleine Anfrage im Landtag in Kiel hat die schleswig-holsteinische Landesregierung vor kurzem geäußert man sei „optimistisch, mindestens einen Großteil der Auszahlungen auch vornehmen zu können.“ Dies deutet daraufhin, dass nicht alle Betriebe das Geld bekommen.

Niedersachsen und Thüringen haben bereits angekündigt, die Auszahlung der Greening-Prämie, die 30 Prozent der Zahlungen ausmacht, auf das erste Quartal des nächsten Jahres zu verschieben. Alle anderen Bundesländer haben bekundet, die Direktzahlungen vor Weihnachten auszubezahlen. (da)
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