Zukunft

Landwirte stellen sich auf Veränderungen ein


"Die Herausforderungen der vergangenen Jahre haben uns gestärkt, wir sind in dieser Region super aufgestellt.“ Mit diesen Worten begrüßte Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Landvolks Braunschweiger Land, die Landwirte auf dem Braunschweiger Getreidetag in Königslutter.

Aktuell verlange das von der EU verordnete „Greening“ den Landwirten neue Überlegungen ab. „Fünf Prozent ökologische Vorrangflächen tun uns richtig weh“, sagte Hirschfeld. Den Landwirten sei es wichtiger, etwas wachsen zu sehen, als Flächen liegen zu lassen, machte er deutlich. Mit den Herausforderungen hob er auf den Übergang vom gestützten in den freien Markt ab. 

Dieser Schritt stehe nun den Zuckerrübenanbauern bevor: Die letzte Ernte mit einer beschränkten Anbaufläche wird 2016 eingefahren. Danach wird es keine Quote mehr für Zucker, Isoglucose und keine Mindestpreise für Zuckerrüben mehr geben.

„Die ersten Jahre werden nicht einfach, da muss der Markt erst sein Gleichgewicht finden“, meinte Dr. Klaus-Dieter Schumacher von der Nordzucker AG. Der Abstand vom Weltmarktpreis zum EU Preis werde sich verringern. Der Weltmarktpreis werde derzeit vom Zuckerrohrpreis bestimmt, denn 88 Prozent des weltweit verbrauchten Zuckers stammen aus Zuckerrohr. Es wird vornehmlich in Brasilien, Indien, China und Thailand angebaut. (da)
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