Die Sprecher der "Wmes" von links Bernhard Barkmann, Marcus Holtkötter und Nadine Henkel erwarten viele Teilnehmer in Berlin.
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Die Sprecher der "Wmes" von links Bernhard Barkmann, Marcus Holtkötter und Nadine Henkel erwarten viele Teilnehmer in Berlin.

"Der Dialog ist uns sehr wichtig", sagte Marcus Holtkötter, aktiver Landwirt und ein Sprecher der Initiative in dieser Woche vor der Berliner Presse. Die Landwirtschaft sei immer sehr stark bemüht, mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen und ihre Wirtschaftsweise zu erläutern. Die Erzeuger akzeptieren veränderte Einstellungen und Erwartungen der Gesellschaft an die bäuerliche Produktionsweise, betonten die Vertreter der Initiative. 

Sehr gern würden sie neue Wege gemeinsam mit den Menschen außerhalb der Landwirtschaft beschreiten. Doch gehe es dabei darum die "Erfolgsgeschichte Landwirtschaft" nicht zu zerstören sondern weiter zu entwickeln. Die Befürworter einer radikalen Agrarwende treiben in unseren Augen ein unverantwortliches Glücksspiel mit mehr als unsicherem Ausgang, so Holtkötter. 

Die Protestgruppen der ebenfalls am 21. Januar 2017 in Berlin stattfindenden Demonstration "Wir haben es satt" könnten tatsächlich keine konkreten Alternativen zur bäuerlichen Landwirtschaft bieten, so die Wmes-Sprecher. "Die richtigen Bäuerinnen und Bauern werden Sie am 21. Januar auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof treffen", sagte Bernhard Barkmann als weiter Sprecher der Initiative. Sie würden jedoch nicht mit Mistgabeln und Gummistiefeln erscheinen. Vielmehr würden die ausgebildeten jungen Landwirtinnen und Landwirte mit guten Argumenten auftreten, um für sich und ihren Berufsstand zu werben.

Die am 21. Januar ab 09:00 Uhr stattfindende Kundgebung soll durch zahlreiche regionale Aktionen in ganz Deutschland begleitet werden. (jst)  
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