Vogelgrippe

Landwirte werden entschädigt


Nachdem am Dienstag das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N8 auf einem Putenhof in Harkebrügge in der Gemeinde Barßel (Landkreis Cloppenburg) nachgewiesen wurde, hat Niedersachsens Agrarministerium offiziell den Tierseuchen-Krisenfall ausgerufen. Damit sei die Kostenübernahme seitens der Tierseuchenkasse im Falle von notwendigen Tötungen von Beständen sichergestellt.  
"Es bleibt dabei, dass es eine Krise ist, aber es gibt keinen Grund zur Panik", sagte Meyer und  betonte: "Wir haben nach jetzigem Kenntnisstand keine weiteren Fälle von Vogelgrippe." Die Prüfungen gehen aber weiter: In einer Drei-Kilometer-Sperrzone um den Seuchenbetrieb werden fast 60 Betriebe mit rund 400.000 Tieren auf das Virus untersucht. „Nach derzeitigem Stand liegt für mehr als 1.000 Untersuchungen das Ergebnis vor. Es ist für alle negativ ausgefallen. Das gibt uns Hoffnung, das Seuchengeschehen einzugrenzen, ist aber kein Grund zur Entwarnung", sagte der Minister

Darüberhinaus teilte Meyer mit, dass von den zwei Kontaktbetrieben im Landkreis Vechta, die mit dem Ausbruchsbetrieb im Landkreis Cloppenburg zu tun hatten, ein weiterer negativer Befund vorliegt.
Insgesamt werden nach derzeitigem Stand 120.000 Tiere getötet, darunter rund 19.000 Tiere im Ausbruchsbetrieb und etwa 11.500 in einem Kontaktbetrieb ebenfalls im Landkreis Cloppenburg. Hinzu kommt der Bestand in Betrieben, die sich in einem Ein-Kilometer-Radius um den Ausbruchsbetrieb befinden.
Neben dem Landkreis Cloppenburg gilt weiterhin auch für die benachbarten Landkreise Ammerland und Leer ein Stand Still. In diesem Gebiet gehaltene Vögel dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden. Lediglich für Eintagsküken gilt eine Ausnahme. Sie dürfen aus einer Brüterei innerhalb des Stand Still-Gebietes in einen Bestand außerhalb dieser Zone gebracht werden. (da)
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