Rheinland-Pfalz

Landwirten winken höhere Direktzahlungen


Die rheinland-pfälzische Regierung sichert den Rübenbauern Unterstützung zu. Gerade vor dem Ende der Zuckermarktordnung und damit der Streichung der Quoten im Jahr 2017 müsse die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gesichert werden, sagte Agrarministerin Ulrike Höfken heute bei der Kuratoriumstagung des Verbandes der hessisch-pfälzischer Zuckerrübenanbauer in Worms.

Höfken hält es für durchaus möglich, dass die Anbaufläche in Rheinland-Pfalz noch ausgedehnt werden könne. Zudem hätte die Zuckerbranche schon einige strukturellen Anpassungen hinter sich und sei gut aufgestellt. "Wir sind das Land der Rüben und Reben", versicherte die Minsterin den mehr als 500 anwesenden Teilnehmern. 

Die Agrarreform ist für Rheinland-Pfalz ein Gewinn. Endlich komme es zu einer Angleichung der Basisprämien in vier Schritten bis zum Jahr 2019, freut sich Höfken. Seit Jahren sei Rheinland-Pfalz Schlusslicht bei den Direktzahlungen gewesen.

Nun hätte sich die Agrarministerkonferenz auf einheitliche Prämien geeinigt. Davon profitieren rund 92 Prozent der heimischen Betriebe. Damit werde auch der Start in ein Zeitalter ohne Anbauquoten erleichert. Dagegen müssten sich die neuen Bundesländer von ihrem bisherigen Sonderstellung-Status mit hohen Direktzahlungen verabschieden.

Rheinland-Pfalz könne insgesamt mit zusätzlichen 100 Mio. € für die neue Förderperiode 2014 bis 2020 rechnen. Diese sollen in den Wegebau, für die Flurerneuerung und Bodenreform sowie einzelbetriebliche Förderprogramme fließen. Die laufenden Verhandlungen der Agrarminister von Bund und Länder begleitet Höfken engagiert. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen lehnt sie ab. Diese würde dem ökologischen Anspruch wiedersprechen. (da) 

stats