Bauerntag

Landwirtschaft erwartet klare Aussagen


DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken und DBV-Vize Werner Hilse stellen sich der Presse in Hannover.
-- , Foto: jst
DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken und DBV-Vize Werner Hilse stellen sich der Presse in Hannover.

Rund 1.000 Teilnehmer werden zum diesjährigen Deutschen Bauerntag erwartet, 600 davon seien Delegierte der Landesbauernverbände, sagte Werner Hilse, Präsident des gastgebenden Verbandes Landvolk Niedersachsen heute in Hannover auf der Eröffnungspressekonferenz. In Abwesenheit des verhinderten Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, verwies DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken auf die vielschichtigen Fragen, mit welchen die Landwirtschaft derzeit konfrontiert sei. Zwar zeige sich auf einigen Gebieten derzeit eine gewisse Entspannung, dennoch dominiere eine andauernde wirtschaftliche Krisensituation das Empfinden der landwirtschaftlichen Erzeuger. Hinzu käme eine verbreitete Unsicherheit über die politische Entwicklung in Deutschland und Europa. Mit Spannung würden daher die Beiträge von EU-Agrarkommissar Phil Hogan und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erwartet, so Krüsken. So sei bisher noch offen, ob von Seiten der EU tatsächlich eine finanzielle Unterstützung für den Milchsektor zu erwarten sei.

Vorstandswahlen im Blick

Routinemäßig werden gleich zu Beginn des Bauerntages am Mittwoch Vormittag die Wahlen zum Präsidium des DBV durchgeführt. Zur Wiederwahl stehen DBV-Präsident Joachim Rukwied sowie als Vizepräsidenten die Präsidenten der Landesbauernverbände Niedersachsen, Werner Hilse, Schleswig-Holstein, Werner Schwarz sowie Bayern, Walter Heidl. Nach rund zehn Jahren Tätigkeit für den DBV steht Udo Folgart vom Landesbauernverband Brandenburg nicht mehr zur Wiederwahl. Für seine Nachfolge kandidiert Wolfgang Vogel vom Landesbauernverband Sachsen.

Lieferantenbeziehungen neu regeln

Für den DBV sei klar, dass in der Gestaltung der Lieferbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern sowie dem Lebensmittelhandel ein Schlüssel zur Verhinderung zukünftiger Preiskrisen liege, führte Krüsken aus. Dazu werde der DBV noch rechtzeitig vor dem Bauerntag ein Aktionspapier vorlegen, kündigte er an. Im Fokus stehe dabei der Milchsektor. An der Diskussion werde sich neben Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft auch der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, beteiligen. (jst)
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