Grüne Woche

Landwirtschaft in die Stadt tragen


Joachim Rukwied eröffnete den Erlebnisbauernhof.
-- , Foto: IGW
Joachim Rukwied eröffnete den Erlebnisbauernhof.

Mit einem großen Aufgebot an Agrarprominenz eröffnet heute der Erlebnisbauernhof auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Vor dem Hintergrund der Diskussionen über die richtige Ausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion betont der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, dass sich Innovation und Nachhaltigkeit nicht ausschließen müssen. Mit der 17. Auflage des Erlebnisbauernhofes werde erneut die Landwirtschaft in die Stadt getragen, so Rukwied.

Bärbel Diekmann, Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe erinnert anlässlich der weltgrößten Messe für Essen und Trinken daran, dass die Landwirtschaft global eigentlich ausreichend Lebensmittel produziere. „Wir dürfen nicht weiter zuschauen wie rund drei Milliarden Menschen schlecht ernährt sind oder hungern“, sagt Dieckmann.

Während der Eröffnung überreicht Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der Baywa AG einen Scheck über 15.000 Euro an die Welthungerhilfe. „Die Flüchtlingskrise in Deutschland darf andere Themen nicht an den Rand drängen“, so Lutz. Man müsse sich wieder auf die ursprünglichen Themen konzentrieren wie das Vorantreiben struktureller Veränderungen in den notleidenden Ländern dieser Welt. „Wir können die Krise nur bewältigen, wenn sich die Lebensbedingungen für die Menschen in ihren Heimatländern verbessern“, ergänzt Dieckmann. Die Spende soll vor allem Projekten in Syrien zugute kommen.

Die Sicherheitsvorkehrungen der IGW sind verschärft worden. An den Eingängen kontrollieren Sicherheitsleute stichprobenartig die Taschen der Besucher. Wie in jedem Jahr gab es bei der Eröffnung am Rande kurze Protestaktionen von Tierschützern. (kbo)
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