Mehr Solidarität zwischen der Landwirtschaft und den Verbrauchern hat Backhaus beim Landesbauerntag verlangt. „Es kann aber nicht sein, dass man gegen die Landwirtschaft demonstriert und die Lebensmittelkonzerne außer Acht gelassen werden. An der Ladentheke wird abgestimmt“, betont der Minister. Die Landwirtschaft sorge zuverlässig für eine Versorgung mit sicheren Produkten in ausreichender Menge, würdigt er die Leistung der Landwirtschaft. An der Ladentheke sollten die Verbraucher ihre Unterstützung für mehr regionale Produkte demonstrieren.

Der Preiskampf des Einzelhandels werde auf dem Rücken der Bauern ausgetragen, kritisiert Backaus. In der Schweinemast wurde im letzten Jahr ein Deckungsbeitrag je Schwein von 19 Euro erzielt, beschreibt er die Situation Nach Abzug aller Kosten bleibe maximal 1 € Gewinn je Mastschwein. „Auch die Grünen müssen akzeptieren, dass die Deutschen mit 88 kg pro Kopf und Jahr gern Fleisch essen und preiswert soll es auch sein“, geht Backhaus zum Angriff über. Die biologischen und ökologischen Grenzen des Wachstums der Landwirtschaft sind in Sicht“, prophezeite der Minister.

Er hebt das Engagement seines Bundeslandes für den Tierschutz hervor: Mecklenburg-Vorpommern sei das erste Bundesland gewesen, das seine Agrarförderung an deutlich mehr Tierschutz gebunden habe. Diese Strategie soll bis 2020 konsequent fortgesetzt werden. „Wir wollen mehr flächengebundene Tierhaltung im Land, mit weniger Antibiotikaeinsatz und einem verantwortungsvolleren Umgang mit Gülle, um unsere Gewässer zu entlasten. Wir werden von grünen Bundesländern zum Teil kopiert“, merkt der Minister an. (az)
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