Das BMELV verlängert die Förderung des Portals bis Ende 2014 und stellt dafür weitere 1 Mio. € bereit. „Lebensmittelklarheit.de hat sich bewährt und ist ein großer Erfolg", sagte Agrarministerin Ilse Aigner heute in Berlin.

Ab 2015 soll sich das Projekt möglichst selbst tragen, heißt es heute im BMELV. Auf der Seite können Verbraucher öffentlich mit Nennung von Produkt- und Herstellernamen über Irritationen und Täuschungen bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln diskutieren. Betreiber sind seit dem Start im Sommer 2011 der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentrale Hessen.

Für Lebensmittelhersteller gibt es mit der Verlängerung mehr Schutz. Bezieht sich die Kritik an einer Kennzeichnung auf eine ganze Produktgattung, soll künftig nicht mehr das Produkt eines Herstellers gezeigt werden dürfen, sondern nur noch ein neutrales Produktbild. Außerdem sollen keine Produkte mehr in im Portal erscheinen, gegen die parallel Abmahnverfahren laufen oder eingeleitet werden.

FPD-Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan sieht bei diesen Änderungen zentrale Kritikpunkte ihrer Partei aufgegriffen. „Die FDP begrüßt die Weiterförderung des Internetportals, das einen wichtigen Beitrag zur Verbraucheraufklärung leisten kann", so Happach-Kasan weiter.

Seit dem Start des Portals sind laut BMELV knapp 7.000 Produktmeldungen eingegangen. Als Reaktion hätten 90 Prozent der kritisierten Unternehmen kurzfristig auf die Anfragen zu den betreffenden Lebensmitteln reagiert. Bei einem Drittel der genannten Produkte hätten die Hersteller die Verpackung oder die Aufmachung geändert. (sta)
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