Die weltweiten Nahrungsmittelpreise sind im Mai auf den niedrigsten Stand seit September 2009 gesunken. Deutliche Preisrückgänge bei Getreide nannte am Donnerstag die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als eine der Hauptursachen für diese Entwicklung. Auch bei Milchprodukten und Fleisch zeigte die Kurve nach unten. Preiszuwächse gab es hingegen bei Pflanzenölen und Zucker. Im Detail verringerte sich der FAO-Lebensmittelpreisindex im Mai um 2,4 Punkte oder 1,4 Prozent auf 166,8 Punkte gegenüber dem Wert vom April. Im Jahresvergleich beträgt die Differenz 43,6 Punkte oder 20,7 Prozent.

Der FAO-Getreidepreisindex ist im Mai bei durchschnittlich 160,8 Punkten gelegen, das sind um 6,4 Punkte oder 3,8 Prozent weniger als im April und 46 Punkte oder 22,4 Prozent unter dem Niveau vom Mai 2014. Hohe Lagerstände in Kombination mit günstigen Ernteprognosen für dieses Jahr haben die internationalen Preise weiter unter Druck gesetzt, teilte die FAO mit. Aber auch gedämpfte Handelsaussichten mit aufgeschobenen Käufen vieler Importländer hätten zu dem niedrigsten Index seit Juli 2010 beigetragen.

Der FAO-Preisindex für Milchprodukte hat im Mai durchschnittlich 167,5 Punkte betragen. Von dem Rückgang um 5 Punkte oder 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat waren besonders Milchpulver und Butter betroffen, während Käse stabil notierte. Nach unten ging es im Mai auch mit den internationalen Preisen für Fleisch. Der FAO-Index ist für diese Warengruppe um 1,7 Punkte oder 1 Prozent auf durchschnittlich 171 Punkte gegenüber dem revidierten Wert vom April gesunken. Generell würden die niedrigen Preise für Fleischexporte aus den USA weiterhin den Markt belasten, so die UN-Organisation. Die Notierungen für Schweinefleisch seien im April und Mai, nach Rückgängen seit Juni 2014, relativ stabil ausgefallen - besonders in Europa. (az)
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