Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation FAO, Jose Graziano da Silva, hat heute in Rom mitgeteilt, dass sich die Zahl der Hungernden in der Welt um rund 200 Millionen Menschen verringert habe. "Es gibt mehr als genug, um alle Menschen auf der Welt angemessen zu ernähren", sagte er. Dennoch gebe es noch 805 Millionen Menschen, die unterernährt sind, weil sie sich keine Lebensmittel leisten können, so da Silva.

Dies betreffe vor allem die Länder der Sub-Sahara-Region. Aber in Südasien leiden mehr Menschen unter Hunger als in ganz Afrika. Betroffen sind auch Regionen, die durch kriegerische Auseinandersetzungen gezeichnet sind. Die Probelme sind also oft von Menschen verursacht. In Südamerika sowie der Karibik sei der größte Fortschritt bei der Versorgungssicherheit erreicht worden.

In der vergangenen Woche traf sich da Silva mit dem neuen indischen Premierminister Narendra Modi. Beide waren sich einig, dass die indische Landwirtschaft geschützt und unterstützt werden müsse, um die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen. Modi hatte Bedenken wegen internationaler Handelsabkommen. Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte im Juli auf Bali Bedenken geäußert wegen der Nahrungsmittel, die der Staat in Indien seinen Kleinbauern abkauft und damit Hunger verhindert. (hed)
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