Der Welternährungsausschuß in Rom berät über Möglichkeiten auch noch im Jahr 2050 die erwarteten rund 9,3 Milliarden Menschen zu ernähren. Dafür müssen weltweit rund zwei Drittel mehr Nahrungsmittel erzeugt werden als bisher. „Das kann nur mit massiven Investitionen in die Landwirtschaft vor Ort funktionieren, die verantwortungsvoll und unter Berücksichtigung der lokalen Bevölkerung erfolgen müssen“, sagt Staatssekretär Robert Kloos, bei der Tagung.

Ein erster Schritt ist besserer Zugang zu Bildung, Gesundheit und den Märkten für die Kleinbauern, die die meisten Investitionen tätigen. Ziel ist es, Regierungen und Unternehmen gute Instrumente an die Hand zu geben, um Investitionen in die Landwirtschaft vor Ort besser zu gestalten.

Hierzu unterstützt das BMELV verschiedene Ausbildungsprojekte in Äthiopien, Kenia, Tansania, Malawi, Sierra Leone und Kambodscha. Darüber hinaus werden in Afghanistan drei landwirtschaftliche Ausbildungs- und Entwicklungszentren für Frauen aufgebaut.

In dieser Woche wird über erste Entwürfe für die Leitlinien in Rom beraten. Im kommenden Jahr wird ein gemeinsamer Beschluss über die so genannten RAI-Leitlinien (Responsible Agriculture Investment) erwartet. (hed)
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