Auch ein Milchviehbetrieb stand auf Lieberknechts Besuchsprogramm.
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Auch ein Milchviehbetrieb stand auf Lieberknechts Besuchsprogramm.

Auf ihrer Flurfahrt durch Thüringen besuchte Christine Lieberknecht (CDU) einige landwirtschaftliche Betriebe am Montag im Raum Gotha. Landwirte nutzen die Möglichkeit, dem Besuch ihre Sorgen um die zunehmende Regulierung in der Landwirtschaft mitzuteilen. Stellvertretend für die Branche bat Bauernpräsident Helmut Gumpert Lieberknecht, sich für eine Aufhebung des Verbots von neonicotinoiden Rapsbeizmitteln im Bundesrat einzusetzen.

Lieberknecht erklärte, diese Aufgabe müsse man national abwägen. Sie wies den ebenfalls anwesenden Agrarminister Jürgen Reinholz (CDU) an, die Fragen bei der Agrarministerkonferenz zu besprechen.

Auch eine verschärfte Düngeverordnung lässt Landwirte aufhorchen. Gerade die Ackerbaubetriebe in Thüringen, die vorwiegend Qualitätsweizen anbauen, befürchten Einbußen, wenn sie nicht mehr die Stickstoffdüngung in vollem Aufwand fahren dürfen. Dann seien die Proteinwerte in Gefahr, so ein Landwirt aus Schwabhausen.

Über das Tierwohl informierte sich Lieberknecht in einem modernisierten Milchviehstall in Goldbach. Die Investitionen in den Umbau wurden durch das Sonderinvestitionsprogramm ermöglicht. Allerdings sind die Milchviehzahlen in Thüringen weiter rückläufig. Es gibt entweder Betriebe, die sich auf das Ende der Milchquote 2015 vorbereiten, oder in absehbarer Zukunft nicht mehr investieren wollen. (da)
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