Saatgut

Lieferung aus Frankreich kontaminiert

Wie das Defra mitteilte, war das gentechnisch veränderte (GV-)Saatgut einer konventionellen Lieferung aus Frankreich beigemischt. Ein Teil der Charge sei auf kleineren Flächen in England und Schottland ausgesät worden, erklärte das Miniterium. Dabei habe es sich überwiegend um Versuchsfelder für die amtliche Registrierung neuer konventioneller Pflanzensorten gehandelt.

Ein britisches Saatgutunternehmen habe bei Kontrollen die GV-Samen in der Importlieferung entdeckt und den Fund dem zuständigen Kontrolldienst der britischen Agentur für Tier- und Pflanzengesundheit (APHA) gemeldet, berichtet das Ministerium weiter. Mittlerweile läuft eine Rückrufaktion für den noch nicht ausgesäten Teil der Charge. Außerdem ordnete das Ministerium an, die bereits im Boden befindlichen Pflanzen zu zerstören.

Kontrollmechanismen greifen

In Großbritannien sorgte das Thema für zahlreiche Schlagzeilen. Die Onlineausgabe der Daily Mail zitierte Huw Jones, zuständig für Getreideveränderungen am britischen Agrarforschungsinstitut Rothamsted Research. Der Fall zeige nach Einschätzung des Wissenschaftlers, dass die britschen Kontrollmechanismen greifen würden. Die kontaminierte Charge sei in einem frühen Stadium entdeckt worden und damit einen Behebung des Schadens möglich. 

In der Nähe liegende Getreideflächen seien nicht gefährtet, weil der Raps noch vor der Blütezeit entdeckt worden sei, so das Defra.  (mrs)
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