Die Linke ist mit ihrem Antrag zu regionalen und standortspezifischen Obergrenzen in der Tierhaltung am Mittwoch im Agrarausschuss des Bundestages gescheitert. Erwartungsgemäß stimmten CDU/CSU und SPD gegen den Vorschlag, die Grünen unterstützten ihn.

Die agrarpolitische Sprecherin der Linken, Dr. Kirsten Tackmann, betonte, mit dem Antrag weder Stallneubauten verhindern, noch große gegen kleine Betriebe ausspielen zu wollen. „Aber wir brauchen Regeln gegen Megaställe und zu viehdichte Regionen“, betonte Tackmann. Deshalb setze die Linke sich für eine flächengebundene Tierhaltung ein und eine bessere regionale Verteilung. „Eine Tierhaltung in Niedersachsen, die nur mit Gülletransporten nach Ostdeutschland existieren kann, ist nicht akzeptabel“, sagt Tackmann.

Die abschließende Lesung des Antrags im Plenum des Bundestags erfolgt Anfang November. Die Linke kündigt an, die Diskussion um Obergrenzen in der Tierhaltung fortzusetzen. (az)
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