BMEL

Liquiditätshilfe erreicht rund 9000 Höfe


Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) wirkten die Zuschüsse als Hebel. Sie sorgten für kurzfristige Liquidität auf den Höfen von mehr als 750 Mio. €, da die Mittel an weitere Darlehen gekoppelt seien. Dem Agrarressort zufolge genehmigte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 7369 Anträge von Milchviehhaltern und 1592 Anträge von schweinehaltenden Betrieben, was rund zehn Prozent der Milchbauern und sechs Prozent der Schweinehalter entspricht.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt äußert sich zum Abschluss des Programms positiv: "Die hohe Inanspruchnahme dokumentiert, wie schwierig die Lage ist und wie wichtig finanzielle Hilfen für die betroffenen Landwirte sind." Dennoch wurde mit den ausgezahlten rund 65 Mio. € das von der EU-Kommission zur Verfügung gestellte Gesamtbudget von knapp 70 Mio. € nicht voll ausgeschöpft. Manchem Landwirt war die Antragstellung zu kompliziert.

Laut BLE flossen von der Liquiditätshilfe 20,1 Mio. € nach Bayern, 17,0 Mio. € nach Niedersachsen, 9,5 Mio. € nach Nordrhein-Westfalen, 5,8 Mio. € nach Schleswig-Holstein und 4,9 Mio. € nach Baden-Württemberg.

Krise hat sich noch verschärft, Schmidt will weitere Hilfen

Schmidt stellte aber auch fest, dass sich der Milchpreis seit Beginn des Programms weiter verschlechtert habe. Die hohe Milchmenge drücke die Preise in den Keller. "Deshalb setze ich mich für ein weiteres Liquiditätsprogramm der EU ein. Bund und Länder sollten dieses Programm mit eigenen Mitteln ergänzen", so der CSU-Politiker. Zur Unterstützung der Marktbeteiligten für die notwendige Neuausrichtung des Milchmarktes müssten weitere Hilfen an eine Mengenbegrenzung gekoppelt werden können. (mrs)
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