Milchmarkt

Magermilchpulver für Bedürftige

In der vergangenen Woche war eine Verordnung verabschiedet worden, in der die Details zur Nutzung von Interventionsbeständen zu diesem Zweck geregelt werden. Die EU-Kommission könnte so den Mitgliedstaaten Pulver zur Verfügung stellen, das diese dann über nationale Behörden wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) verkaufen könnten. Dazu müsste die Kommission laut DBV aber eine weitere Durchführungsverordnung darüber erlassen, welche Mengen freigegeben werden und zu welchem Mindestpreis diese verkauft werden müssen. Außerdem müsse festgelegt werden, ob diese Mengen zur direkten Nutzung, zur Verarbeitung oder aber zum Verkauf bestimmt seien. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Interventionspreis käme dem Hilfsfonds zugute, während der Erlös aus dem Interventionspreis in den EU-Haushalt gehe.

„Die EU-Kommission will mit der sehr sinnvollen Verwendung landwirtschaftlicher Produkte Bedürftigen helfen und die jetzige Marktlage nutzen, die Interventionsbestände mit Blick auf künftige Preistäler möglichst zügig abzubauen“, kommentierte der Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Karsten Schmal. In den vergangenen Monaten sei es der Kommission nicht gelungen, größere Mengen an Magermilchpulver zu den festgesetzten Mindestpreisen auf den Markt zu bringen.

Schmal rief die Kommission dazu auf, die Lagerbestände unter Berücksichtigung der aktuellen Erzeugerpreise abzubauen. Mit dem Start der Maßnahme werde im Herbst oder Winter dieses Jahres gerechnet. (mrs)
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