Niedersachsen

Mahnfeuer als Protest gegen Wölfe

Insgesamt beteiligten sich mehr als 2.500 Menschen an den überwiegend in Nordostdeutschland organisierten Mahnfeuern, berichten der Förderverein der Deutschen Schafhaltung (FDS) und die Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Nordost-Niedersachsen (WNON). Es sei zu hoffen, dass bei der nächsten für den 9. Juni 2017 geplanten Aktion noch mehr Unterstützer gezählt werden, so der Vorsitzende des FDS, Wendelin Schmücker. Er begrüßt, dass sich eine wachsende politische Mehrheit für ein besseres Wolfsmanagement ausspreche. Daher habe der FDS einen Plan vorgelegt, wie ein zielgerichtetes Wolfsmanagement aussehen müsste. Hauptblickwinkel hierbei sei selbstverständlich die Sicht der Weidetierhalter und der Landbevölkerung.

„Wir wollen, dass Wölfe wieder bejagt werden" so Schmücker. Klare, verständliche und praktisch umsetzbare Regeln sollten entgegen des ausschließlich „verhaltens- oder wesensorientierten Ansatzes" die Transparenz und Akzeptanz fördern. Auch müsse es zu einer Umkehr der Beweislast bei Nutztierrissen kommen. Die Präventions- und Entschädigungszahlungen an die Tierhalter müssten deutlich vereinfacht und dürften nicht mehr gedeckelt werden. Nur auf diese Weise lasse sich vielleicht ein Miteinander zwischen Menschen, Nutztieren und Wölfen erreichen, appelliert Schmücker. (jst)
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