Handelshemmnisse

Malmström beklagt Protektionismus

Die EU könnte Waren im Wert von 27 Mrd. € zusätzliche exportieren, wenn die Drittländern auf protektionistische Maßnahmen verzichteten. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström beschuldigt vor allem Russland, China und Indien, mit schikanösen Auflagen die Einfuhren aus der EU zu behindern. An der Spitze der betroffenen Sektoren lägen Lebensmittel, Wein und Spirituosen. Im Bericht der Generaldirektion Handel der EU-Kommission werden russische Subventionen für die eigenen Hersteller von Landmaschinen genannt und ungerechtfertigte Anforderungen an die Zertifizierung von EU-Getreide in China.

Es gebe aber auch Fortschritte beim Abbau des Protektionismus, verkündete Malmström. So verzichte Südkorea auf übertriebene Anforderungen an die Einfuhr von Rohmilchkäse, Israel lasse den Import von lebenden Rindern wieder zu und die Ukraine habe Restriktionen gegen Rindfleischimport aus der EU gelockert. Verhandlungen über konkrete Ärgernisse der EU-Exportwirtschaft seien genauso wichtig wie neue Handelsabkommen, erklärte die EU-Kommissarin. (Mö)
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