Umweltminister Peter Altmaier und Forschungsministerin Johanna Wanka werten den Bericht des Weltklimarats als untrügliches Zeichen dafür, dass der Klimawandel voranschreitet. Hunderte Wissenschaftler aus der ganzen Welt haben an dem Bericht gefeilt und um die Aussagen gerungen.

Jetzt liegt das Ergebnis auf dem Tisch. Die wichtigste Erkenntnis ist wohl, dass die Gletscher weiter schmelzen und der Meeresspiegel steigt. Bis zum Jahr 2100 drohen die Weltmeere demnach um 26 bis 82 Zentimeter zu steigen. Im Jahr 2007 war der Rat noch von einem Anstieg um 18 bis 59 Zentimeter ausgegangen.

Auch das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, wird verfehlt. Heute schon ist die Temperatur um 0,8 Grad gestiegen. Unterschiedliche Prognosen gehen von einer Steigerung um bis zu 4,8 Grad aus.

Damit steigen die Befürchtungen auf Folgen für die Umwelt und das Wetter. Erwartet werden Hitzewellen, die länger und extremer werden. Auch Extremwetterereignisse wie Stürme und Starkregen könnten vermehrt auftreten.

Der Klimarat macht zudem eine eindeutige Aussage zu der Ursache des Klimawandels. Er ist sich zu 95 Prozent sicher, dass der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß dafür verantwortlich ist. In dem Klimarat haben auch Skeptiker der These mitgearbeitet.

Nach diesem Bericht folgen im kommenden Jahr zwei weitere, die die drohenden Risiken und die Kosten des Phänomens näher beleuchten. (hed)
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