Produktionsstatistik

Mehr Bioeier aus Niedersachsen


Fast jedes zweite in Deutschland gelegte Bioei stammt aus Niedersachsen, meldet kurz vor dem Osterfest das niedersächsische Landwirtschaftsministerium. Die Zahl der Bio-Legehennen wuchs in Niedersachsen von 2014 bis 2015 um 250.000 Tiere (plus 15 Prozent). Insgesamt hält erstmalig mehr als die Hälfte der niedersächsischen Legehennenbetriebe die Hühner in Bio- oder Freilandhaltung. „Wir erleben einen Bioboom bei den Eiern. Ich freue mich über diesen eindeutigen und anhaltenden Trend zugunsten des Tierschutzes“, erklärt Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Seit seinem Amtsantritt sei in Niedersachsen der Bestand an Öko-Legehennen von 1,45 auf 1,89 Millionen Tiere gestiegen, ein Zuwachs um 30 Prozent. Die Zahl der konventionellen Freilandhühner wuchs von 2,71 auf 3,76 Millionen (37 Prozent), während die Käfighaltung weiter auf 2,64 Millionen Hennen zurückging.

Betriebe steigen in Eierproduktion ein

Deutschlandweit stammen 14 Prozent aller verkauften Eier aus Bioproduktion. Die Zuwächse der letzten Jahre in Niedersachsen resultierten nicht nur aus einem Größenwachstum bisheriger Betriebe. „Immer mehr Betriebe steigen auf Freilandhaltung mit mobilen Ställen und kleineren Einheiten um. Wir haben hier deshalb nicht nur mehr Hühner, sondern auch mehr Betriebe, also einen umgekehrten Strukturwandel“, stellt Meyer fest. Die Zahl der Produktionsstätten mit Öko-Haltung stieg seit Ende 2012 um 30 Prozent auf 273. In der konventionellen Freilandhaltung sind es jetzt 371 Produktionsstätten und damit 32 Prozent mehr, hier kamen allein im vergangenen Jahr 46 Betriebsstätten hinzu (plus 14 Prozent), so das Ministerium.

„In keinem anderen Agrar-Bereich haben wir diese erfreuliche Entwicklung“, so Meyer. Während die durchschnittliche Betriebsgröße bei den Öko-Haltern seit Jahren konstant sei, habe sie zuletzt in der Freilandhaltung sogar abgenommen. Die Durchschnittszahl der Legehennen pro Produktionsstätte betrage jetzt im Schnitt in der Ökohaltung rund 6.900, in der Freilandhaltung 10.000, in der Bodenhaltung 19.000 und in der Käfighaltung etwa 33.000 Tiere. (SB)
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