Agrarumweltmaßnahmen

Mehr Blühstreifen in Niedersachsen


Blühstreifen bieten Insekten Nahrung.
-- , Foto: Landvolk
Blühstreifen bieten Insekten Nahrung.

Das Niedersächsische Landvolk rechnet damit, dass Landwirte in diesem Jahr auf rund 16.500 ha Blühstreifen anlegen. Gegenüber der Vorsaison wäre das ein Zuwachs von 22 Prozent. Interessant sind Blühstreifen als Agrarumweltmaßnahme (AUM) wegen der finanziellen Förderung für Landwirte, die auf Flächen mit geringen Erträgen wirtschaften. Mit dem Koalitionsvertrag 2014 rückten die Blühstreifen stärker ins Interesse der Landwirte, da seither bis zu zehn Hektar Blühstreifen je Betrieb über fünf Jahre attraktiv gefördert werden können, stellt das Niedersächsische Landvolk fest.

Greening-Vorgaben nicht praxistauglich

Auch um die Greening-Vorgaben im Agrarantrag zu erfüllen, können die Landwirte sich als eine von zahlreichen Maßnahmen für Blühstreifen entscheiden. Hierfür gelten andere Vorgaben als für die AUM. Es entschieden sich im vergangenen Jahr gut 1.700 Antragssteller für diese Form der ökologischen Vorrangfläche auf knapp 1.600 ha Fläche.

Die Greening-Vorgaben für Blühstreifen werden von den Landwirten nicht unbedingt als praxistauglich angesehen, so das Landvolk. Bei starken Frühjahrsniederschlägen sei der Aussaattermin nicht einzuhalten. Der Verzicht auf Dünger komme der Konkurrenz in Form von Diestel oder Melde zugute. Sie wüchsen mitunter so üppig, dass die Blühpflanzen kaum dagegen ankämen. Dann entfalle auch die Förderung. Deshalb würden die Landwirte genau abwägen, ob sie sich auf ihren Flächen für Blühstreifen entscheiden. (SB)
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