In Baden-Württemberg werden aktuell auf knapp 5.900 ha Sojapflanzen angebaut. Nach Angaben des Agrarministeriums steigen die Anbauflächen seit Jahren an. Noch 2005 waren es erst 300 ha - das steigerte sich bis 2014 auf 2.800 ha. Der sprunghaften Anstieg in diesem Jahr ist durch die Neuausrichtung der GAP und des Greenings zu erklären.

Vielseitige Unterstützung

Baden-Württemberg fördert sowohl den Anbau von Körner- als auch Futterleguminosen auf zwei Wegen. Die „Eiweißinitiative“ ist ein Zusammenschluss von zwanzig Demonstrationsbetrieben, zwei Landesanstalten, sechs verarbeitenden Unternehmen der Universität Hohenheim. Das Netzwerk arbeitet an der Erforschung des Leguminosenanbaus. Außerdem wurde die Maßnahme „Fruchtartendiversifizierung“ im Rahmen des Förderprogramms FAKT eingeführt: Landwirte können diese Förderung beantragen, wenn sie jährlich mindestens fünf verschiedene Kulturen mit einem Leguminosenanteil von mindestens zehn Prozent anbauen.

Für Mensch und Tier

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch erklärte, dass die Nachfrage nach lokalen Produkten auch den Bedarf nach heimischem Soja ansteigen ließe. „Wer Wert auf gentechnikfreie Lebensmittel legt, ist mit heimischem Soja auf der sicheren Seite. Das gilt für die Fütterung von Nutztieren ebenso wie für unsere Ernährung“, so Gurr-Hirsch. Der Anbau heimischer Leguminosen bringe außerdem Vorteile für Bodenfruchtbarkeit, Humusbilanz und Biodiversität. (lm)
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