Netzausbau

Mehr Entschädigung für Landwirte

In einer Stellungsnahme gegenüber der Bundesnetzagentur bekräftigte der Deutsche Bauernverband (DBV) erneut, dass die Grundeigentümer sowie Land- und Forstwirte für das Zurverfügungstellen ihrer Flächen entschädigt werden müssen. Zusätzlich zur bisherigen lediglich einmaligen Dienstbarkeitsentschädigung sollen sie wiederkehrende Zahlungen erhalten, so die Forderung. „Damit die Stromtrassen für die Energiewende endlich beschleunigt ausgebaut werden können, sind die Entschädigungen für die Grundeigentümer erheblich zu verbessern“, betonte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. Ohne entscheidende Veränderungen der Entschädigungsgrundsätze werde es weiterhin keine Akzeptanz und Unterstützung des Baus neuer Stromtrassen auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen geben.

Teilhabe für die Landwirte am Ertrag der Stromkonzerne

Vielmehr bedürfe es einer Neujustierung der bestehenden Entschädigungsgrundsätze. „Mit dem Ende dieser Legislaturperiode dürfen diese Vereinbarungen der Großen Koalition nicht ergebnislos versanden“, mahnte Krüsken. Wer fremden Grund und Boden nutze und damit wie die Unternehmen der Netzbetreiber auch Ertrag erwirtschafte, müsse gerechterweise auch die Eigentümer daran teilhaben lassen. Dies gelte vor allem bei den anstehenden Großprojekte, bei denen Erdkabel gesetzlich vorgeschrieben Vorrang erhalten. Hier sei der Eingriff viel gravierender als der klassische Freileitungsbau, so krüsgen. (mrs)




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